Im Monat Juni weckt AZURBLAU Urlaubsgefühle.

AZURBLAU

„Azzurro“ von Adriano Celentano – sobald es erklingt, scheint die Sonne und das Meer glitzert vor dem geistigen Auge. Lockend mit seiner Lebendigkeit ist Italien das Land des „Dolce Vita“.

Karin Mayer, die „Süße“ liebt dieses Land. Ihre Reisen führen sie zu den Kulturstätten und in die Pasticcerias und Ristoranti, in denen lokale Spezialitäten angeboten werden. Inspiriert kehrt sie nach Österreich zurück und beginnt, die Köstlichkeiten für die heimischen Tische zu zaubern.

Und manchmal, wenn die Sonne scheint, macht Karin Ausflüge mit ihrem kleinen Cinqucento, den sie sich aus Rom nach Wien mitgebracht hat.

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Akustischer Spaziergang in Bergamo

Im Monat Juni haben wohlschmeckende Erdbeeren Saison. Wie wäre es – als fruchtiger Vorgeschmack auf den Sommer – mit einer „Torta di Fragole“? Karin liefert hier gleich das Rezept dazu:

CROSTATA di FRAGOLE

ZUTATEN
für ca. 10 Portionen

Für den Teig:
200 g glattes Mehl
100 g Staubzucker
100 g weiche Butter
1 Ei
1 Teelöffel geriebene Zitronenschale
1 Prise Salz

Konditorcreme:
300 ml Milch
3 Eigelb
75 g Staubzucker
27 g Maizena (Maismehl)
300 g Erdbeeren

ZUBEREITUNG

Die Butter mit dem Zucker zu einer homogenen Masse mixen. Danach das Ei und zum Schluss das Mehl mit dem Abrieb der Zitrone beimengen. Den Teig zu einer flachen Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

In der Zwischenzeit die Konditorcreme zubereiten. Eigelb mit Zucker cremig aufschlagen, danach die Maizena dazu. Gut verrühren. Die Milch erwärmen (knapp bevor sie zu kochen beginnt), vom Herd nehmen. Einen Teil der Eicreme unterrühren, wieder auf den Herd bei kleiner Flamme/Hitze. Nun die restliche Masse unterrühren. Ständig rühren, damit sich nichts anlegt! Es dauert einige Minuten bis die Creme beginnt einzudicken (für nerds: sollte max 82 Grad heiß werden, sonst gerinnt das Ei).

Sobald die Creme die richtige Konsistenz hat (wie bei einem dünnen Pudding), vom Herd nehmen und in kaltes Wasser stellen um den Kochprozess zu stoppen. Die ausgekühlte Creme in ein flaches Gefäß füllen, mit Frischhaltefolie, die direkt darauf gelegt wird bedecken und in den Kühlschrank stellen.

Den Teig ausrollen und die Form damit auskleiden. Mit einer Gabel „stupfen“ (Löcher stechen, damit der Teig gleichmäßig aufgeht). Ein Quadrat aus Butterbrotpapierauf den Teig in der Form legen und mit rohen Linsen, Bohnen oder einem passenden Tortenboden beschweren. Das Papier kann ruhig überstehen, dann ist es nachher samt Auflage leichter zu enrtfernen.

Bei Ober- und Unterhitze 180 Grad ca. 30 Minuten backen, dann das Papier entfernen. Weitere 5-10 Minuten backen, damit der Boden auch eine schöne Farbe bekommt. Jedes Backrohr ist wirklich anders! Bitte mehrmals nachschauen, damit die Ränder nicht zu braun werden. Notfalls mit Alufolie abdecken.

Teigboden auskühlen lassen und inzwischen die Erdbeeren waschen und schneiden.

Nun haben Sie es fast geschafft! Konditorcreme gleichmäßig auf dem Boden verteilen und mit den Erdbeeren dekorieren. Am Rand beginnen.

Mit essbaren Blüten, Minze dekorieren.

Und wer die Crostata variieren möchte…

…kann diese gelieren und dadurch die Früchte für kurze Zeit frischer halten (ich finde das meist nicht notwendig, da sie meist sofort gegessen wird):

4 g Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen (10 Minuten). In 200 ml heißem Wasser (nicht auf dem Herd!) auflösen. Kurz auskühlen lassen. Dabei immer wieder verrühren und mit einem Pinsel auf den Erdbeeren verteilen.

Und nun noch ein bisschen Geduld! Für ca. eine Stunde in den Kühlschrank, damit sie gut durchziehen kann.

Sie können die Creme und den Teig schon am Vortag zubereiten bzw. auch den Teig schon backen, dann haben sie mehr Zeit für das restliche Menü.

Gutes Gelingen e buon appetito
Eure Süße

Karin Mayer wünscht sich mehr nachhaltigen Genuss in der Welt. Sie kauft bei Bauern auf den Märkten ein. Unterstützt kleine Lebensmittelhändler. Tauscht sich mit der jungen Generation aus, um gegenseitiges Verständnis und Inspiration nach beiden Seiten zu fördern. Sie ist überzeugt: „Nur bewusstes Tun macht unser Leben reicher.“

Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet.

Paul Cézanne