Willkommen
in der „nichtgrauen“ Welt der Farben!

„nichtgrau“ verknüpft Farben mit Ideen, die in sich die Hoffnung auf eine vielfarbige und lebenswerte Welt tragen. Pigmente sind Stoffe aus der Natur, die alle Farbigkeit unserer Wahrnehmung ausmachen – an Intensität und Reinheit unübertroffen.

Jeder Monat steht im Zeichen einer speziellen Farbe, eines Pigments im Kontext mit einem besonderen Menschen, seinen Visionen, Talenten und seiner Leidenschaft. Entdecken Sie auf nichtgrau.net die bunte Welt einer „Generation mitten im Leben“.

Wenn Sie an den vielfältigen Aktivitäten und dem „nichtgrauen“ Programm interessiert sind, können Sie sich hier über den Verein informieren und auch als Förderer anmelden:

SOMMERPAUSE

Liebe Freundinnen und Freunde, Förderinnen und Förderer und alle an unserem Verein interessierte Personen!

Das erste Salon-Halbjahr ist zu Ende. Am 29. September geht es weiter. Wir wünschen allen einen wunderschönen Sommer und freuen uns auf einen gemeinsamen Herbst! Sollten Sie die bisherigen Salons versäumt haben, gibt es unter Salon retrospektiv ausgewählte Highlights der Abende zum Nachsehen.

Herzliche Grüße von Ihren Salonièren
Andrea Casapicola und Brigitte Lendl

„Die Natur existiert nicht an der Oberfläche, sie geht in die Tiefe.
Die Farben sind der Ausdruck dieser Tiefe an der Oberfläche. Sie steigen aus den Wurzeln der Welt auf. Sie sind ihr Leben, das Leben der Ideen.“

Paul Cézanne
* 19. Januar 1839; † 22. Oktober 1906 in Aix-en-Provence

FEUERROT im August.

FEUERROT

Über Andalusien, der südlichsten Provinz Spaniens flirrt die Hitze des Augusts. Abends wird es lebhaft in den Cafés, die vielfach Nachfolger der „Cafés cantantes“ sind: Flamenco wird geboten! Der Flamenco, der seine Wurzeln in Andalusien hat, stammt von den „gitanos“ ab. Diese waren umherziehende Familien, die im 15. Jhd. über Indien, Ägypten und andere Länder nach Andalusien kamen. Von der einheimischen Bevölkerung ausgegrenzt, zogen sie in unwegsame Gebirgsregionen. Sie waren verzweifelt, wütend und traurig, aber sie waren auch leidenschaftlich, stolz und voller Hoffnung. Alle diese Gefühle brachten sie in ihren Gesängen (cante), ihrem Gitarrespiel (toque) und ihrem Tanz (baile) zum Ausdruck.

Der Flamenco, wie wir ihn heute kennen, wurde von kastilischen, jüdischen, maurischen, afrikanischen, hispanoamerikanischen und nordspanischen Einflüssen geprägt.

Un café cantante de Sevilla, hacia el año 1888.
(Fotografía de Emilio Beauchy, CreativeCommons lizenzfrei)

Schon als kleines Mädchen wollte Andrea Casapicola Tänzerin werden. Primaballerina, das war ihr Ziel. Mit acht Jahren zog die Familie in die Stadt und Andrea wurde Elevin an der Wiener Staatsoper. Parallel entdeckte sie, dass es Flamenco gibt. Doch die Mutter sagte: „Schule, fünf Mal die Woche nachmittags Ballett, da geht sich Flamenco nicht aus.“ Da Andrea in die Höhe schoss, war das Elevinnendasein bald zu Ende, der Flamenco war in Vergessenheit geraten.

2015 begleitete Andrea eine Freundin in eine Schnupperstunde in der Flamencoschule „La Guita“ und schwupps war Andrea bereits zum Kurs angemeldet. Sie eilte, um sich ihre ersten Anfängerschuhe zu kaufen. Sie entdeckte, dass der baile flamenco ein bodenverhafteter Tanz ist, bei dem sich viele Impulse nach unten richten, im Gegensatz etwa zur typischen Ballettfigur, die extrovertiert ist und nach oben strebt. Sie lernte, dass Flamenco nicht nur auf die rhythmische Fußtechnik zentriert ist, sondern jeder Teil des Körpers, von Oberkörper über Arme, Hände, Finger, ja selbst die Blickrichtung und der Gesichtsausdruck wichtig sind und dass die vielgestaltige Abwechslung zwischen schnellen Zapateados und langsamen Passagen den Reiz und die Schönheit des Flamenco-Tanzes ausmachen. Sie lernte Choreografien zu verschiedenen Palos (Abandolao, Farruca – die „Männerform“, Soleá – die große, ausdrucksstarke Form, Bulería – vor allem bei den Fiestas getanzt, Siguiriya und viele mehr). Tänze mit Bata de Cola – dem Schleppenrock, Fächer, Kastagnetten oder Tuch kamen dazu. Auch Palmas (rhythmusbetonendes Klatschen) stand auf ihrem Programm.

Kontakte:
Andrea Casapicola:
www.casapicola.com
Flamencoschule La Guita: www.flamenco-wien.at

Jedes Jahr gab es eine Aufführung der Schule „La Guita“. 2019 fanden die Aufführungen ihren Höhepunkt im Theater Odeon in Wien mit „Das Haus der Bernarda Alba“ von Frederico Garcia Lorca (1898–1936). Dieses düstere Drama über die Frauen im Süden Spaniens wurde in Tanzsequenzen erzählt. Jede Sequenz wurde zu einem anderen Palo choreographiert.

Die Pandemie führte bei Andrea zu einer langen Flamencopause, doch eines Tages wird er wieder in ihr Leben kommen.

Elías Morales Pérez (professioneller Flamencotänzer und -lehrer) in der Rolle des „Pepe“ tanzte ein hinreißendes Solo im Palo Farruca.

Susanne Zellinger, eine Journalistin mit Schwerpunkt zeitgenössischer Flamenco schrieb eine begeisterte Kritik auf Flamenco divino: La Casa de Gerda La Guita – Gerda La Guitas Haus – Flamenco Divino
www.flamenco-divino.at

Kontakte:
Andrea Casapicola:
www.casapicola.com
Flamencoschule La Guita: www.flamenco-wien.at

Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet.

Paul Cézanne

Der Akkordeonist Bogdan Laketic spielte am 16. März 2022 ein Konzert im Salon nichtgrau. Hier eine Kostprobe seines Könnens.

Weitere Salon-Highlights zum Nachsehen finden Sie im Menü unter SALON > SALON RETROSPEKTIV

Am 2. Dezember fand in der Casalunga der zweite SAMPO Generationen-Dialog als Livestream statt. Die Aufzeichnung können Sie hier auf nichtgrau.net nachsehen. Details zum Thema und den Gesprächspartnern finden Sie im SAMPO-Archiv.

26 Lebensgeschichten im Buch

Im Jänner 2019 begaben wir uns auf die Reise, im Oktober 2020 ist das Buch erschienen. Viele positive Rückmeldungen haben wir bereits erhalten.

Und es geht weiter mit dem Thema „nichtgrau“ – in unseren diversen Vereinsaktivitäten und im Rahmen unseres bald startenden Salons.

Das Buch nichtgrau – Eine Generation mitten im Leben.“ ist im gut sortierten Buchhandel oder direkt beim Czernin-Verlag erhältlich.

Klicken Sie und sehen Sie Porträts von beeindruckenden Frauen und interessanten Männern.
2021 startet der „Salon nichtgrau” in der „Casalunga“ – Informationen zum geplanten Programm finden Sie hier...
Der gemeinnützige Verein „nichtgrau“ fördert Kunst und Kultur.