Salon „nichtgrau“ – Aktuell

Melting Pot - Gurus Šrâmł Kvațet

18. Oktober2022  19h00 (Einlass und Welcome drink ab 18h30) in der Casalunga Mittersteig 15/Stg, 4/Top1

Melting Pot – Gurus Šrâmł Kvaṭet

Ein musikalischer Abend mit ganz speziellen Interpreten des Wiener Lieds.
Das Künstlergespräch des Abends führen Andrea Casapicola und Brigitte Lendl.

Eintrittspreis: € 35,–/Förderer € 20,–

ANMELDUNG unter: verein@nichtgrau.net Kennwort SALON
Weitere Infos: Salon aktuell
Nach Bestätigung der Anmeldung ersuchen wir um Überweisung auf unser Konto:

nichtgrau-Verein, Erste Bank IBAN: AT14 2011 1843 2221 6700 BIC: GIBAATWWXXX

Sobald das Geld auf dem Konto eingelangt ist, ist Ihr Platz garantiert. Eintrittskarten werden keine verschickt oder vergeben. Abendkassa gibt es nur für Restplätze.

Für den Abend gelten die zu dem Zeitpunkt gültigen Corona Regelungen.                                         

 
 

Das Trio Gurus Šrâmł Kvaṭet ist eine crosskulturelle Musikgruppe , die sich dem traditionellen
Wienerlied verschrieben hat. Außergewöhnlich ist die Instrumentierung mit türkischer Bağlama
und persischer Kamantsche (Stehgeige). Althergebrachte Lieder (etwa Ferdinand Raimunds
“Hobellied”) werden so in einen gänzlich neuen Zusammenhang gestellt: in einen Kontext, der das
heutige Wien kaum besser abbilden könnte.
Weltmusik at it’s best. Oder wie der g’lernte Wiener sagt: a wööd Musi.
Schrammel-Trio? Šrâmł Kvaṭet!
Ein typisches Schrammel-Trio besteht üblicherweise aus Kontragitarre und zwei Geigen oder Kontragitarre, Ziehharmonika und Geige. Gurus Šrâmł Kvaṭet ersetzt die althergebrachten Instrumente durch traditionelle Instrumente aus den Heimatländern der jeweiligen Musiker: Türkei und Iran. Gespielt wird meist mit Bağlama und Kamantsche (zu den Musikern siehe unten). Als musikhistorisches, emotionales und klangliches Bindeglied zum traditionellen Wienerlied fungiert die zehnsaitige Kontragitarre.
Gurus Šrâmł Kvaṭet – trotz seines Namens ein Trio – spielt vor Allem alte Wienerlieder aus den vergangenen zwei Jahrhunderten. So wird sich das “Hobellied” ebenso im Repertoire finden wie beispielsweise “Stellt’s meine Ross in Stall” oder “Hausherrnsöhnln”. Fallweise wird das Programm
auch durch neue Klassiker etwa des Kollegium Kalksburg oder von Friedrich Gulda (!) bereichert.
Die Botschaft ist selbsterklärend: durch die Integration von Immigranten entsteht etwas Neues und kann trotzdem urtypisch wienerisch bleiben.
So wie es in Wien immer schon war: Wien ist ein  Schmelztiegel der Nationen. Wie das Beispiel Kulinarik zeigt: Gulasch, Buchteln, “Wiener” Schnitzel (original: Cotoletta alla milanese) werden als typisch für Wien wahrgenommen. Ebenso zeugen Nachnamen wie Prohaska (“Spaziergang”) oder Horvath (ungar. für “Kroate”) von der Mischung der Kulturen, die in Wien heimisch sind und das
eben typisch Wienerische ausmachen. Waren es vor 150 Jahren die zum Kaiserreich gehörenden Länder, waren es vor einigen Jahrzehnten Einwanderer aus dem Westbalkan, so sind es jetzt Immigranten aus dem Nahen Osten, die die Wiener Melange der Kulturen bereichern. Und die in
naher Zukunft die typischen Wiener sein werden.
Diese Entwicklung nimmt Gurus Šrâmł Kvaṭet vorweg und möchte die Akzeptanz dieses natürlichen Prozesses erhöhen. Und setzt ein unüberhörbares Zeichen.

 

Foto © Tom Hoša

Die Musiker:
Hasan Hüseyin Öksüz, Türkische Saz und Bağlama

Geboren am 24.10.1983 in Anatolien, seit dem 3. Lebensjahr in Wien Studium der Saz bei Nusret Firat (Wien) und Erdal Erzincan (Türkei) sowie klassische Komposition
und Jazz-Gitarre. Dozent für Solfeggio, Gehörbildung und Improvisation am Vienna Konservatorium  Musikalische Highlights: Zusammenarbeit mit Willi Resetarits, Dzihan und Kamien, Marko Simsa, Ensemble Wien Klang oder Safran.
Keivan Valadan, Kamantsche

Geboren am 11.12.1990 in Shiraz (Iran). Ausbildung in den Fächern Experimentelle Wissenschaften, Jazz-Gitarre und klassische Komposition in Wien. Musikalische Highlights: Konzerte mit dem ORF Radio Symphonieorchester oder dem Grazer Symphonieorchester.

Georg Hübner Jr., Stimme, Kontragitarre

Geboren am 01.05.1964 in Wien, aufgewachsen und sozialisiert in Toronto (Kanada). Nach der Matura Studium der Theologie, Jazzbass am Schubert Konservatorium und Tontechnik am Institut für Elektroakustik der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. 2004 Studium
Musikmanagement (Master of Arts in Musikmanagement); 2009 Studiengang Online Music Marketing an der Berklee School of Music (Boston, US). Musikalische Highlights: Veröffentlichungen in Europa und Fernost, mehrere Tourneen und zahlreiche Auftritte im Europäischen Zentralraum von Liverpool bis Istanbul, Berlin und Bologna.
Mastermind hinter Projekten wie The Billy Rubin Trio, The O5, St. Marx oder Mercalli Sieberg. Kindertheater am Dschungel in Wien.

Freuen Sie sich auf einen interessanten, kurzweileigen Abend mit drei fantastischen Künstlern.

Für den Abend gelten die zu dem Zeitpunkt gültigen Corona Regelungen.

 

SALON-ABENDE
in der Casalunga: 

Ein künstlerisch-kulinarisches Gesamterlebnis

Das besondere an den Salonabenden in der Casalunga ist zunächst der kleine, ganz exklusive Rahmen von maximal 40 Personen pro Veranstaltung, der einen sehr  persönlichen Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern und somit auch einen ganz außergewöhnlichen Kunstgenuss ermöglicht. Den Abschluss des Abends bildet ein von den Gastgeberinnen selbst liebevoll zubereitetes Buffet, abgestimmt auf das jeweilige Thema – eine wunderbare Möglichkeit für individuelle Gespräche in gemütlicher Atmosphäre.

Ein breitgefächertes Angebot –
denn wer Kunst liebt, schätzt sie auf allen Ebenen
 

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